AC Tech erweitert Produktionskapazität

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Die AC Tech GmbH mit Sitz in Freiberg investiert in den kommenden Jahren mehr als 23 Mio. EUR in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten.

In der Investition ist auch der Erwerb und Ausbau einer Gewerbeimmobilie inbegriffen. Der Kauf einer Bestandsimmobilie im Gewerbegebiet Freiberg Ost (Freiberg-Hilbersdorf) wurde Ende Juli abgeschlossen. AC Tech beschäftigt derzeit 380 Mitarbeitende und will den Personalbestand mittelfristig um 150 Beschäftigte erweitern. Dafür wird auch das Ausbildungsprogramm des Unternehmens intensiviert.

„Die globalen Entwicklungen im Mobilitäts- und Energiebereich, die in den vergangenen beiden Jahren besonders deutlich spürbar waren, haben AC Tech zu einer Geschäftserweiterung veranlasst, mit der das Unternehmen nachhaltig wachsen soll”, erläutert Geschäftsführerin Cornelia Bahr: „Die Herstellung von Prototypen- und Kleinserien-Gussteilen für KFZ-Motoren und -Getriebe bleibt wesentliches Geschäftsfeld, wird jedoch erweitert um ähnlich gelagerte Dienstleistungen für andere Mobilitätsarten, etwa den ÖPNV auf Straße und Schiene, den Transport mit LKW und Nutzfahrzeugen oder die Schifffahrt”, so Bahr weiter. Um dies in bisheriger Qualität und Geschwindigkeit zu erreichen, erfolge die Investition.

Spezialist für Prototypen-Gussteile

„Alle Transportfahrzeuge von Autos bis zu Lastwagen, Traktoren, Booten und Bergbaumaschinen müssen ihre Emissionen drastisch reduzieren, um die globale Erwärmung aufzuhalten. Der 3D-Druck- basierte Produktionsprozess von AC Tech ermöglicht die Herstellung komplizierter Komponenten, die für neue nachhaltige Antriebssysteme unerlässlich sind“, sagt Fried Vancraen, CEO der Muttergesellschaft Materialise. „Diese Investition ist vor allem eine Investition in das Team von AC Tech, das ein einzigartiges Know-how entwickelt hat, um den globalen Wandel zu nachhaltigen Antriebssystemen zu unterstützen. Wir setzen auf eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit lokalen Bildungsinstituten und Behörden, um den Lernprozess zu beschleunigen und das Team und seine Fertigungskapazitäten auszubauen. AC Tech kann einen bedeutenden Beitrag zu wichtigen Entwicklungen leisten, die für eine bessere und gesündere Welt erforderlich sind“, so Vancraen weiter.

Investition im Gewerbegebiet Freiberg Ost

Der erste Schritt ist mit dem Erwerb einer Bestandsimmobilie im Gewerbegebiet Freiberg Ost auf Hilbersdorfer Gemarkung erfolgreich gegangen. Diese umfasst eine Nutzfläche von etwa 10.000 m² in zwei Produktionshallen und einem Bürogebäude: „Wir haben uns für diese ressourcenschonende Lösung entschieden, weil sie angesichts der aktuellen Situation am Bau deutliche Vorteile gegenüber einem Neubau hat”, sagt Geschäftsführer Ray Wünsche. Weil die gekaufte Immobilie noch bis Frühjahr 2022 gewerblich genutzt worden sei, befinde sie sich in einem guten baulichen Zustand. Deshalb sei trotz erforderlicher Umbauten nach aktueller Planung bereits Anfang 2023 die Aufnahme der Produktion am neuen Standort möglich. Im Herbst 2023 soll die erste Stufe der erweiterten Produktionskapazität erreicht sein.

Beschäftigtenzahl soll um 150 Mitarbeitende wachsen

Kurzfristig sollen am zweiten Standort 100, mittelfristig bis zu 200 Mitarbeitende tätig sein. Dabei verbleibt die Rohteilfertigung – die Entwicklung und Fertigstellung von Gussformen und das anschließende Gießen – am Freiberger Stammsitz der AC Tech an der Halsbrücker Straße. Der Bereich der Mechanischen Bearbeitung, die taktile Messtechnik und der Versand sollen vollständig an den neuen Standort in Freiberg-Ost umziehen. „Diese Verteilung schafft uns ausreichend Raum für Erweiterungen der Produktionskapazität in allen relevanten Bereichen und verbessert zugleich die Arbeitsbedingungen auch am bisherigen Standort”, sagt Geschäftsführer Norbert Demarczyk: „Sie schafft die Voraussetzungen für einen Wachstumskurs in den kommenden Jahrzehnten.” Davon ist auch der Betriebsrat der AC Tech überzeugt: „Wir begrüßen die Entscheidung, in den Standort Freiberg zu investieren und zu erweitern. Dies trägt dazu bei, bestehende Arbeitsplätze zu sichern, neue Stellen zu schaffen und die Arbeitsbedingungen stetig zu verbessern”, heißt es aus dem Gremium.

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