Amag nimmt Aufdach-Photovoltaikanlage in Betrieb

Back to Beiträge

Amag in Ranshofen hat Österreichs größte Aufdach-Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen.

Mit der Inbetriebnahme der größten Aufdach-Photovoltaikanlage Österreichs, die über 55.000 m² Kollektorfläche verfügt, hat die Amag einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion im Jahr 2040 erreicht.

Die größte Aufdach-Photovoltaikanlage Österreichs ist jetzt in Betrieb

Nach nur fünf Monaten Bauzeit wurde die Anlage Mitte September offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage wird auf den Dächern des neuen Walzwerks jährlich 6,7 GWh Strom erzeugen. Ergänzt wird die Dachanlage durch bodennahe Solarfelder. Die Kapazität der Anlage würde ausreichen, um rund 1.800 Haushalte mit elektrischem Strom zu versorgen. Der erzeugte Strom wird aber ausschließlich in der Amag genutzt und ergänzt den ohnehin seit einigen Jahren schon zu 100 % aus erneuerbaren Quellen bestehenden Strommix.

„Mit unserem neuen Sonnenkraftwerk gehen wir einen weiteren Schritt am Weg zur Dekarbonisierung unseres Standorts und damit zur Klimaneutralität, welche wir bis 2040 erreichen wollen. Wir danken allen Projektbeteiligten für den Einsatz in den letzten Monaten und die pünktliche Fertigstellung, trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen“, so Gerald Mayer, Vorstandvorsitzender der Amag Austria Metall AG.

Landeshauptmann Thomas Stelzer würdigte im Rahmen der Veranstaltung die Leistungen der österreichischen Industrie im Spannungsfeld zwischen internationalem Wettbewerb und den steigenden Anforderungen an die Umweltleistungen und verwies auf die „OÖ Photovoltaikstrategie 2030“, mit der eine Verzehnfachung der solaren Stromerzeugung im Bundesland angestrebt wird.

„In kaum einem Land der Welt produziert die Industrie so sauber wie in Oberösterreich. Die Amag setzt mit ihren Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit und insbesondere mit dem einzigartigen Sonnenstrom-Projekt ein weiteres starkes Zeichen, dass Oberösterreich Klimavorreiter ist. Und zwar durch neue Technologien und Innovationsgeist – und nicht durch Steuern und Verbote. Auch sind die Vorhaben von Amag ein klares Bekenntnis zum Standort, was gerade in diesen herausfordernden Zeiten wichtiger denn je ist“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Der Photovoltaikexperte CCE – Clean Capital Energy aus Garsten bei Steyr hat das Projekt als führende Gesellschaft in nur fünf Monaten Bauzeit plangemäß fertiggestellt. Mit über 16.000 Solarpaneelen auf einer Fläche, die etwa acht Fußballfeldern entspricht, setzt diese Anlage einen neuen landesweiten Rekord. CCE wird die Anlage in den nächsten 25 Jahren betreiben und in einem Contracting-Modell die AMAG mit Strom von den eigenen Dächern versorgen.

Amag-Strategie zur Klimaneutralität

Die Amag-Strategie setzt seit vielen Jahren auf Spezialprodukte und Nachhaltigkeit auf der Basis von Innovation. Für die nächsten 20 Jahre wurde auf dieser Grundlage nun ein Maßnahmenplan aufgestellt, der mit umfangreichen F&E Aktivitäten und Investitionen in Anlagen und Infrastruktur den Weg zur klimaneutralen Produktion bis 2040 beschreibt. Die Kernthemen dabei sind Kreislaufwirtschaft und Recycling, Energieeffizienz und der Ersatz fossiler Energieträger.

Recycling

Der Standort Ranshofen ist seit vielen Jahren weltweit führend im Recycling von Aluminium. Aluminiumschrott ist mit 75-80 % Anteil der wichtigste Rohstoff. Die Recycling-Aktivitäten sollen entsprechend ausgeweitet werden und den Wachstumskurs am Standort begleiten. Damit wird auch ein wertvoller Beitrag zur Umsetzung des Green Deal der EU mit Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft geleistet.

Energieeffizienz

Durch umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz konnten die gesetzlichen Anforderungen in diesem Bereich deutlich übererfüllt werden. Seit 2014 wurden rund 30 GWh Energie pro Jahr eingespart. Ausgehend von einem bereits sehr fortgeschrittenen Niveau werden künftig weitere Energiesparmaßnahmen gesetzt.

Substitution fossiler Energieträger

Mit einem jährlichen Gesamtenergiebedarf von 750 GWh ist die Amag ein großer Energieverbraucher. Zwei Drittel dieses Energiebedarfs werden heute noch aus fossilen Brennstoffen (Gas) gedeckt, ein Drittel mit Strom aus erneuerbaren Quellen. Zur klimaneutralen Produktion werden die fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzt.

Weg zur Klimaneutralität der Amag ist definiert

Erste Vorstudien zeigen die technische Machbarkeit der Umstellung auf die klimaneutrale Produktion in der Amag bis 2040. Jedoch sind umfangreiche Vorbereitungen und zahlreiche Forschungsprojekte in den kommenden Jahren erforderlich, ehe mit der Umsetzung und der Investition in Anlagen und Infrastruktur in Ranshofen begonnen werden kann. „Da wir seit vielen Jahren konsequent und erfolgreich an unserem Nachhaltigkeitsprogramm arbeiten, sind wir überzeugt, die Umstellung zu einer klimaneutralen Produktion im vorgegebenen Zeitraum bis 2040 bewältigen zu können. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist jedoch die Verfügbarkeit von grüner Energie zu international wettbewerbsfähigen Preisen und eine leistungsfähige Infrastruktur“, so Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der Amag Austria Metall AG.

Share this post

Back to Beiträge