Autoindustrie vom Vorkrisenniveau noch weit entfernt

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Die Automobilindustrie fährt weiter mit angezogener Handbremse und ist vom Vorkrisenniveau noch weit entfernt.

Ursächlich für die Markt- und Produktionsschwäche sind laut Branchenverband VDA der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine,

In Deutschland wurden im Juli 205.900 PKW neu zugelassen und damit 13 % weniger als im Juli des Vorjahres. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 1,4 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, das sind gut 11 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 besteht im aktuellen Jahresverlauf ein Absatzdefizit von mehr als einem Drittel (34 %), das entspricht 737.900 Fahrzeugen.

Elektro-Autos leicht unter Vorjahresniveau

Auch die Neuzulassungen bei Elektro-PKW sanken im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat, und zwar um gut 5 % auf 52.600 Einheiten. Der Anteil von E-PKW an den gesamten Neuzulassungen lag im abgelaufenen Monat bei 25,5 %. Während die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen PKW (BEV) im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 13 % stiegen, gaben die Neuzulassungen von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 21 % nach. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 359.000 Elektro-PKW zugelassen. Das sind 2 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit entwickelt sich der Markt für Elektro-PKW im bisherigen Jahresverlauf besser als der PKW-Gesamtmarkt.

Auftragseingang im Inland gesunken

Der Auftragseingang aus dem Inland ist auch im Juli gesunken und lag um 32 % unter dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn gingen 1 % weniger Aufträge ein als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der ausländische Auftragseingang legte erstmals seit Juni 2021 zu. Hier ist ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Betrachtet man jedoch die ersten sieben Monate des aktuellen Jahres, gingen bei den deutschen Herstellern insgesamt 12 % weniger Aufträge von Kunden aus dem Ausland ein.

PKW-Produktion legt weiter zu

Die PKW-Produktion in Deutschland ist im Juli den dritten Monat in Folge gestiegen: Die deutschen Hersteller fertigten 263.400 Pkw (+7 %). Seit Jahresbeginn wurden 1,9 Mio. PKW in Deutschland produziert, 2 % weniger als in den Monaten Januar bis Juli des Vorjahres. Das Produktionsniveau aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 ist noch weit entfernt und wurde im aktuellen Jahresverlauf um 32 % unterschritten.

Export im Juli gestiegen

Mit 209.600 exportierten Neufahrzeugen lag der Export im Juli dieses Jahres um 18 % oberhalb des schwachen Vorjahresniveaus. Im Jahresverlauf wurden knapp 1,5 Mio. fabrikneue PKW exportiert. Das sind 3 % weniger als im Vorjahr. Das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 wird um 31 % unterschritten.

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