DGM-Seminar – Direktes und indirektes Strangpressen

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Vom 21. bis 22. September 2021 findet an der TU Berlin ein Fortbildungsseminar zum direkten und indirekten Strangpressen statt.

Veranstaltet wird das Seminar zum direkten und indirektes Strangpressen von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM). Fortbildungsleiter ist Priv.-Doz. Dr.-Ing. Sören Müller von der Technischen Universität Berlin.

Seminar mit Vorträgen und praktischen Versuchen

Die Vorträge und die praktischen Versuche dieser Fortbildung sind als geschlossener Kurs zu den grundlegenden Kenntnissen obiger Verfahren konzipiert. Zudem werden in der Fortbildung auf einer 8-MN-Strang- und Rohrpresse vergleichende Versuche zum direkten und indirekten Strangpressen durchgeführt. Die Datenerfassung und -auswertung erfolgen vollautomatisch.

In das Programm der Fortbildung ist zudem ein Networking-Abend mit gemeinsamem Abendessen integriert. Dieser bietet den Teilnehmern eine ideale Möglichkeit zum weiteren Austausch bereits gemachter Erfahrungen und der weiteren Vertiefung der Fortbildungsinhalte in einem angenehmen Rahmen. Die Fortbildung richtet sich in erster Linie an Beschäftigte von Fertigungsbetrieben, ist aber auch geeignet, um die Kenntnisse der in der Forschung tätigen Mitarbeiter zu vertiefen.

Strangpressen – ein Grundpfeiler der Umformtechnik

Das Strangpressen ist ein spanloses Umformverfahren zur Herstellung von stangen-, profil- oder rohrförmigen Metallhalbzeugen. Es zählt zu den Grundpfeilern der Umformtechnik. Durch eine enge Verknüpfung mit anderen Fertigungstechnologien, bzw. mit der rechnergestützten Prozesssteuerung oder Simulationsmethodik entstehen viele Impulse für die Entwicklung neuer Einsatzmöglichkeiten. Vor allem ist der Trend zur Verkürzung der Prozesse bzw. zur möglichst endkonturnahen Fertigung der Umformteile unverkennbar. Bei der Entwicklung zukünftiger Verkehrsträger und den damit verbundenen Vorgaben zur Gewichtseinsparung spielt das Strangpressen von Leichtmetallen somit eine entscheidende Rolle.

Strangpressverfahren oft die einzige Möglichkeit der großtechnischen Fertigung

Bei der Herstellung von Verbundprofilen, Bauteilen mit inhomogen eingestellten Eigenschaften, bzw. gradierten Werkstoffen aus unterschiedlichsten Werkstoffkombinationen sind Strangpressverfahren oft die einzige Möglichkeit der großtechnischen Fertigung. Auf der anderen Seite werfen fortgeschrittene Verfahren und Hochleistungswerkstoffe jedoch ganz neue Fragen bei der Optimierung der Prozessparameter oder bei der Auslegung der Werkzeuge auf. Die heutige große wirtschaftliche Bedeutung des Strangpressverfahrens wurde nicht zuletzt durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre in Bereichen wie Anlagenbau, Steuerung, Prozesskontrolle und den Möglichkeiten zur Erfassung und Berechnung des erforderlichen Kraft- und Arbeitsbedarfs hervorgerufen.

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