Grundsteinlegung für Aluminium-Recyclingwerk in Ungarn

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Am 1. September hat Hydro den Grundstein für sein neue Aluminium-Recyclingwerk in Szekesfehervar, Ungarn gelegt

Die neue Anlage wird eine Produktionskapazität von 90.000 t im Jahr haben und soll im ersten Quartal 2024 in Betrieb gehen. Die Gesamtinvestition wird sich voraussichtlich auf rund 88 Mio. EUR belaufen und es werden etwa 80 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das Aluminiumwerk wird neben dem Aluminium-Strangpresswerk von Hydro in Szekesfehervar gebaut und stellt Legierungen für Strangpressprofile her, die im Automobilsegment verwendet werden. Das Werk verbraucht nur 5 % der Energie, die ursprünglich für die Herstellung des Metalls benötigt wurde, und trägt zur Schließung von Materialkreisläufen bei, indem sowohl neuer Produktionsschrott als auch Altschrotte zurückgenommen werden, die dann zu neuen Produkten recycelt werden.

Recycling gewinnt immer mehr an Bedeutung

„Recyceltes Aluminium gewinnt in der Strangpressindustrie immer mehr an Bedeutung. Diese neue Anlage ist eine wichtige Investition in eine umweltfreundlichere Zukunft und wird die Position von Hydro als führender Anbieter von hochwertigem, kohlenstoffarmem Aluminium auf einem Markt stärken, auf dem die Nachfrage nach umweltfreundlichem Aluminium steigt“, sagt Hilde Merete Aasheim, Präsident und CEO von Hydro.

Das ungarische Strangpresswerk beliefert vor allem Kunden aus der Automobilindustrie. Das Schließen von Materialkreisläufen trägt dazu bei, den CO2-Fußabdruck von Produkten zu verringern. Beim Closed-Loop-Recycling werden Materialien verwendet und wiederverwendet, die ohne Qualitätsverlust und mit geringerem Energie- und Ressourceneinsatz kontinuierlich recycelt werden können. Hier zeichnet sich der Werkstoff Aluminium in besonderer Weise aus.

Transporte entfallen, die Lieferkette wird optimiert

In einem geschlossenen Kreislauf werden die Produktionsabfälle gesammelt und von den Herstellern direkt an die Recyclinganlage zurückgeschickt. Da der Recyclingbetrieb direkt neben dem Strangpresswerk liegt, entfallen Transporte, die Lieferkette wird optimiert und der Abfall auf ein Minimum beschränkt. Das recycelte Aluminium fließt direkt in die Produktion moderner Autoteile zurück.

„Da die Kunden aus der Automobilindustrie immer mehr Wert auf umweltfreundlichere Lösungen legen, machen wir diesen bahnbrechenden Schritt in Ungarn, um den Markt mit fortschrittlichen Produkten zu erweitern und die Nachhaltigkeit zu fördern", sagt Paul Warton, der bei Hydro für den Bereich Strangpressen verantwortlich ist. „Wir erhöhen unsere Recyclingkapazitäten in Mittel- und Osteuropa, stellen die zuverlässige Versorgung unserer Kunden mit Rundbarren sicher und schaffen Möglichkeiten, den Kreislauf zu schließen, indem wir Produktionsschrott und Post-Consumer-Schrott zurücknehmen und recyceln.“

Recyceltes Aluminium vor Ort produzieren

„Unsere Kunden und deren Endkunden wünschen sich Produkte, deren Herstellung weniger Energie erfordert und die mehr recyceltes Metall enthalten. Durch diesen nächsten Schritt in Ungarn mit einer hochmodernen Einschmelzanlage, die die beste verfügbare Technologie nutzt, werden wir in der Lage sein, recyceltes Aluminium vor Ort zu produzieren: Hydro Restore“, sagt Geschäftsführer Frank Iepema von Hydro Aluminium Extrusion.

Hydro Restore ist eine Produktkategorie, die vor Ort aus recyceltem Fabrikations- und Post-Consumer-Schrott und Beimengungen von Primäraluminium hergestellt wird. Der gesammelte Schrott wird eingeschmolzen, zu neuen Barren gegossen, die dann als Ausgangsmaterial für neue Produkte dienen.

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