Markt für Tuben und Aerosoldosen aus Aluminium gibt nach

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Der Markt für Tuben und Aerosoldosen aus Aluminium ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 eingeknickt.

Die Hersteller von Tuben und Aerosoldosen haben einen Rückgang der Ablieferungen von 7 % hinnehmen müssen – angesichts der Covid-19-Krise eine aus Branchensicht „moderate“ Entwicklung.

Tuben und Aerosoldosen: Marktsegmente entwickeln sich unterschiedlich

Wie der Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) mitteilt, war vor allem der Absatz im mengenmäßig dominierenden Kosmetikmarkt inklusive Deodorants und Haarfarbe deutlich rückläufig. Als Gründe werden Mobilitätsbeschränkungen und die temporäre Schließung von Friseursalons, Beauty- und Pflegestudios sowie Duty-Free-Geschäften in Flughäfen genannt.

Während die Nachfrage aus dem Pharmamarkt durchwachsen war, weil rezeptpflichtige Medikamente aufgrund rückläufiger Arztbesuche während der Pandemie nicht mehr so stark nachgefragt wurden, legten die Ablieferungen in den Food- und Haushaltssektor dagegen zu. Konkrete Zahlen nannte der GDA jedoch nicht.

Die Planungen der Kunden seien laut GDA nach wie vor extrem kurzfristig und volatil, was den Packmittelherstellern ein hohes Maß an Flexibilität in der Produktionsplanung abverlangt. Sorgen bereite der Tuben- und Aerosoldosenbranche die nach wie vor außergewöhnlich hohen Preise für Rohstoffe wie Aluminium, Kunststoff, Karton, Holz Lacke, Druckfarben und für Transportdienstleistungen, die zu erheblichen Kostensteigerungen in der Branche geführt haben.

„In einigen Bereichen ist es zu signifikanten Materialverknappungen gekommen, die teilweise kostenintensive Bevorratungen in der Verpackungsindustrie notwendig machten, um die Liefersicherheit dieser systemrelevanten Industrie sicherzustellen“, weiß Johannes Schick, Vorsitzender des Fachverbandes Tuben, Dosen und Fließpressteile im GDA. „Auf diese Weise konnten auch bei den Kunden der Tuben- und Dosenhersteller out-of-stock-Situationen vermieden werden. Die Verpackungsindustrie hat – wie schon in der gesamten Krise – im wahrsten Sinne des Wortes geliefert und sich auch unter schwierigsten Marktbedingungen als verlässlicher Partner in der Lieferkette ausgezeichnet“, ergänzt Schick.

Verhalten optimistischer Ausblick

Insgesamt sind die Aussichten der Branche für den Rest des Jahres trotz der sich ausbreitenden Delta-Variante und einer abnehmenden Impfbereitschaft vorsichtig optimistisch. Die sich aufhellende Stimmung und Zuversicht in der Bevölkerung dürfte den Konsum in den nächsten Monaten befeuern, sodass 2021 zumindest das Ergebnis des letzten Jahres erreicht werden könnte, so der GDA.

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