Übernahme abgeschlossen: Rusal erwirbt Alu Rheinfelden

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Der russische Aluminiumhersteller Rusal hat die Übernahme von Alu Rheinfelden abgeschlossen – das Bundeskartellamt und das BMWi haben dem Erwerb zugestimmt.

Der vor einigen Wochen angekündigte Erwerb und die jetzt erfolgte Übernahme sichert den Fortbestand der Aluminium Rheinfelden und die Arbeitsplätze der mehr als 200 hoch qualifizierten Mitarbeiter/innen am Standort Rheinfelden. Gleichzeitig stärkt Rusal durch den Erwerb seine Position als Zulieferer der Automobilindustrie. Von der Kombination des hoch spezialisierten Nischenfokus von Aluminium Rheinfelden mit den CO2-armen Produktionskapazitäten von Rusal im Bereich Aluminiumlegierungen erwarten die Unternehmen hohe Synergien.

Eric Martinet, Director für den Bereich Automotive und Transportation bei Rusal, wurde als neuer CEO der Aluminium Rheinfelden benannt.

Im Rahmen seiner langfristigen Wachstumsstrategie wird Rusal in die Aluminium Rheinfelden investieren, das Geschäft ausbauen und eine neue Generation nachhaltiger Aluminiumprodukte auf den Markt bringen, die in Großserie mit Unterstützung der Aluminiumhütten von Rusal produziert werden. Die CO2-armen Aluminiumprodukte der Rusal-Marke Allow sind branchenführend in Bezug auf ihr Nachhaltigkeitsprofil – ein wesentliches Differenzierungsmerkmal insbesondere für die Automobilbranche, in der die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks der Fahrzeugkomponenten ein zentrales strategisches Ziel darstellt. Zusammen mit Aluminium Rheinfelden kann Rusal sein Angebot an innovativen Produkten für eine Vielzahl von Wachstumsbranchen signifikant ausbauen. Aluminium Rheinfelden wird dabei auch in Zukunft mit seinen etablierten Marken am Markt auftreten.

Übernahme: „Erwerb bietet Alu Rheinfelden vielversprechende Zukunft"

Roman Andryushin, Vertriebs- und Marketingdirektor bei Rusal, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem nun abgeschlossenen Erwerb nicht nur ein deutsches Traditionsunternehmen retten, sondern der Aluminium Rheinfelden und seinen Mitarbeitern unter dem Dach von Rusal auch eine vielversprechende Zukunft bieten können. Dabei sind wir uns der Verantwortung als neuer Gesellschafter und Partner der Aluminium Rheinfelden bewusst und blicken mit Zuversicht in die Zukunft, in der unser gemeinsamer Marktauftritt den Wert des Unternehmens stärken sowie Stabilität und weiteres Wachstum fördern wird. Die Transaktion sichert nicht nur die Zukunft aller drei Geschäftsbereiche der Aluminium Rheinfelden. Auch die Kunden des Unternehmens werden vom CO2-armen Allow Aluminium von Rusal sowie dem technologischen Durchbruch im Bereich der inerten Anode profitieren, mit dem ein neues, von CO2-freien Aluminiumprodukten geprägtes Kapitel in der Branche eingeläutet wird.“

Übernahme ein Win-Win-Geschäft für Rusal und Alu Rheinfelden

Eric Martinet, CEO von Aluminium Rheinfelden, ergänzte: „Durch den Zusammenschluss mit Rusal kann die Aluminium Rheinfelden ihr volles Potenzial entfalten und ihre Produktionskapazitäten signifikant ausbauen. Als Teil einer gut kapitalisierten, weltweit tätigen Unternehmensgruppe ist Aluminium Rheinfelden in einer optimalen Position, um seine Marktanteile in bestehenden Segmenten wie dem Kernbereich Automotive auszubauen und gleichzeitig neue Marktnischen zu erschließen – damit werden Rusal und Aluminium Rheinfelden ihre gemeinsame Marktpräsenz deutlich steigern. Die Kunden werden davon profitieren, auf einen zuverlässigen Lieferanten für hochqualitative Aluminiumprodukte mit dem branchenweit geringsten CO2-Fußabdruck bauen zu können.”

Aluminium Rheinfelden wurde 1898 gegründet und ist damit eines der ältesten Aluminiumunternehmen in Deutschland. Heute stellt das Unternehmen eine große Bandbreite von Aluminium- und Kohlenstoffprodukten über die drei Geschäftsbereiche Alloys, Semis und Carbon her. Dazu zählen Aluminiumlegierungen, Butzen und andere Produkte aus Reinaluminium sowie Elektrodenmassen. Die Kunden des Unternehmens stammen vorwiegend aus der globalen Automobil- und Maschinenbauindustrie sowie aus der Pharmazieindustrie und der Metallbranche.

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