Amag Q3: Hohe Aluminiumpreise bescheren Rekordergebnis

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Dank hoher Aluminiumpreise konnte die Amag-Gruppe in den ersten neun Monaten 2021 neue Rekorde bei Umsatz und Ergebnis erzielen.

Neben einem attraktiven Aluminiumpreis haben stabile Betriebsprozesse bei höheren Absatzmengen zu den Rekordzahlen beigetragen. Der Vorstandsvorsitzende Gerald Mayer dazu: „Nach einem schwierigen Jahr 2020 konnten wir die Herausforderungen im Zusammenhang mit der raschen Erholung seit Jahresbeginn bisher gut bewältigen und ein sehr erfreuliches Ergebnis erwirtschaften. Einen besonders hohen Beitrag dazu leistete die Aluminiumproduktion in Kanada. Am Standort in Ranshofen konnten wir die hohe Nachfrage aus unterschiedlichen Industrien erfolgreich bedienen und zeitgleich geplante Anlagenmodernisierungen fristgerecht umsetzen. Der größte Engpass ist derzeit die Verfügbarkeit von geeignetem Fachpersonal für die Produktion. Aktuell suchen wir rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Hohe Umsatzerlöse dank höherer Aluminiumpreise

Die Umsatzerlöse spiegeln das höhere Niveau der Aluminiumnotierungen an der Londoner Metallbörse LME und der Prämien wider. Im Detail zeigt sich in den ersten drei Quartalen 2021 ein durchschnittlicher Dreimonats-Aluminiumpreis von 2.393 USD/t nach 1.663 USD/t im Vorjahr (+44 %). Auch der Absatz konnte um 33.900 t (+11,1 %) auf 337.800 t gesteigert werden. Insgesamt erreichten die Umsatzerlöse mit 923,8 Mio. EUR einen neuen Höchstwert im aktuellen Berichtszeitraum (Vj. 673,2 Mio. EUR).

Rekordergebnis in der Firmengeschichte

Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stellt mit 146,5 Mio. EUR (+83,6 %) einen Rekordwert in der Amag-Historie dar und liegt bereits nach neun Monaten über dem Ergebnis des gesamten Vorkrisenjahres 2019 (143 Mio. EUR). Gesteigerte Umsätze sowie eine Vollauslastung in der kanadischen Elektrolyse tragen maßgeblich dazu bei. Die erhöhte Nachfrage nach Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukten konnte genutzt und dadurch die Absatzmengen beträchtlich gesteigert werden.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen lag das Betriebsergebnis (Ebit) mit 83,9 Mio. EUR ebenfalls klar über dem Vorjahresniveau von 17,7 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Ertragsteuern konnte mit 57 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mehr als verfünffacht werden.

Positiver Ausblick über 2021 hinaus

Das aktuelle Marktumfeld ist geprägt von einer branchenübergreifend hohen Nachfrage nach Aluminium, die auch über 2021 hinaus erwartet wird.

Derzeit profitiert das Segment Metall von einem historisch sehr hohen Aluminiumpreis, dessen weitere Entwicklung aber unsicher ist. Bei den für die Amag-Gruppe relevanten Produktionskosten zeigen sich teils massive Preissteigerungen, insbesondere für Energie, Logistik und wesentliche Vormaterialien. Neben den steigenden Kosten werde der weitere Geschäftsverlauf zunehmend von der Personalverfügbarkeit beeinflusst, so Amag.
Basierend auf einer verbesserten Prognose im Segment Metall infolge des gestiegenen Aluminiumpreises und hoher Prämien erwartet der Vorstand für das Gesamtjahr 2021 ein Ebitda zwischen 175 und 195 Mio. EUR.

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