Beiersdorf führt Aerosoldosen aus Alu-Dosenschrott ein

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Beiersdorf und der Verpackungsspezialist Nussbaum kooperieren bei der Markteinführung von Aluminium-Aerosoldosen, gefertigt aus 100 % Alu-Getränkedosenschrott.

Nach einjähriger Entwicklungsphase fertigen die Partnerunternehmen die innovativen Aerosoldosen komplett aus recyceltem Getränkedosenschrott – und leisten so einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Ende dieses Jahres sollen erste Beiersdorf-Produkte in Aerosoldosen aus vollständig recyceltem Aluminium im Markt eingeführt werden. Darüber hinaus ist geplant, weitere Teile des Sortiments des Hamburger Hautpflegeunternehmens schrittweise nachhaltiger zu gestalten, unter anderem durch den Einsatz von Recyclingaluminium.

„Über unsere wegweisende Kooperation mit Nussbaum stoßen wir ein branchenübergreifendes Umdenken entlang der Lieferkette an und verringern unseren CO2-Fußabdruck in Bezug auf Aerosoldosen um bis zu 90 %“, sagt Norbert Menzel, Verpackungstechnologie.

Alu-Aerosoldosen – hergestellt aus sortenreinem Getränkedosenschrott

Seit mehreren Jahrzehnten arbeiten Beiersdorf und die Nussbaum Matzingen AG aus dem Schweizer Kanton Thurgau zusammen. Mit dem aktuellen Projekt haben beide Unternehmen ihre Partnerschaft nun im Bereich nachhaltiger Verpackungslösungen intensiviert. „Mit einem global agierenden Konzern wie Beiersdorf neue Technologien in den Markt einzuführen, ist absolut sinnvoll, um ökologisch etwas im großen Stil zu bewegen. Das Herausragende an der Technologie ist, dass hier erstmals keinerlei Primäraluminium verwendet, sondern sortenreiner Aluminiumabfall aus Getränkedosen eingesetzt wird. Wir setzen damit einen Rohstoffeinsatz ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft um“, so Markus Tomasini, CTO der Nussbaum Matzingen AG.

Zur Herstellung der endlos wiederverwertbaren Aerosoldosen profitieren die Schweizer von ihrem engmaschigen Netzwerk im Raum Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Sämtliche der als Rohstoff eingesetzten benutzten Alu-Getränkedosen werden regional beschafft. Das garantiert kurze Materialwege und unterstützt anhand der gesteigerten Nachfrage zudem die Wertstoffkreisläufe in Zentraleuropa. Weitere Vorteile des innovativen Verfahrens: Mehrfach genutztes Aluminium benötigt für seine Verarbeitung im Recyclingprozess bis zu 95 % weniger Energie. Zudem erleidet das Leichtmetall dabei keine Qualitätseinbußen.

Drei Mal „r“ im Fokus: reduce, recycle, reuse

Seit Jahren arbeitet Beiersdorf daran, Formeln und Verpackungen auf Produktebene für alle Marken seines Portfolios Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten – eingebettet in die Nachhaltigkeitsagenda Care Beyond Skin. „Wir hinterfragen kontinuierlich unsere Prozesse und Beschaffungsstrukturen sowie unsere Produktentwicklung“, erläutert Jean-François Pascal, Vice President Global Sustainability bei Beiersdorf. „Unser Ansatz umfasst die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich Lieferanten, Partnern und Logistik.“

Klimaschutz hat dabei einen besonderen Stellenwert bei Beiersdorf. Das selbst gesteckte Ziel lautet, bis 2025 eine CO2-Emissionsminderung entlang der Wertschöpfungskette um 30 % im Vergleich zum Basisjahr 2018 zu erreichen. „Indem wir CO2-Emissionen stetig verringern, ermöglichen wir wiederum unseren Verbrauchern einen klimafreundlicheren Lebenswandel“, so Pascal.

Parallel dazu setzt Beiersdorf im Bereich Verpackungen weiter auf das Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Hier geht es darum, neben der Vermeidung von Produktverpackungen die drei „r“ – reduce, recycle und reuse – dauerhaft sicherzustellen, also um das Verringern eingesetzter Stoffe, deren Wiederverwertung und Wiederverwendung.

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